Vor ein paar Jahren versprach Intel mit LCoS-Technik den XXL-TV für 1000 € ... Hier sind Millionen kleinster Kippspiegel auf einen Chip integriert. Halte ich für aufwendiger als auf 55"-Fläche.
Scheiterte wohl nur am Mangel eines Partners (Sony und JVC haben ihre eigene LCoS-Technik) und daran dass der Markt keine Rückpros mehr akzeptiert. Zudem war glaube auch der Ausschuss zu hoch, die Technik an sich sollte eher billig sein.
Wie gesagt, ich will mich nicht darauf festnageln. Es sind nicht meine Aussagen. Auf jeden Fall sind da noch Reflektoren verbaut und laut dem Schema ist das auch keine einheitliche Spiegelfläche (das funktioniert auch so nicht, egal ob die LED´s angewinkelt sind, der Kippwinkel ist zu gering) sondern formal ähnlich einem Dreicksprisma vom Prinzip wird das Licht in die gewünschten Richtung gelenkt. Stellt euch die Diffusorplatte im Aufbau nicht als ebene massive Fläche vor. Das Licht würde bei dem geringen Kippwinkel der LED´s nicht spitzwinkelig genug auf die Fläche zurückgestrahlt. Also im Innern eher ein Zick-Zackmuster des Reflektors. Ob es dreieckige bewegliche Plättchen sind; k.A. aber es ist definitiv keine nur ebene Reflektorfläche dargestellt.
Warum hat Samsung sich für Edge entschieden? Weil es ein paar LEDs spart und dünner baut.
Nicht unbedingt, es müssen gar eine Menge LED´s auf engstem Raum an den Seiten verbaut werden um eine möglichst homogene Ausleuchtung zu erreichen (das summiert sich auch). Sharps-Direkt-Variante ohne LD in der LE-Serie ist sicherlich billiger. Das kann bei Edge-LED dazu führen, dass die Ränder gar recht warm werden.
Versteht die Edge-LED-Variante nicht als Billigvariante zu Direkt-LED, auch mit dieser Technik ist einiges machbar und sie kann extrem kompliziert sein - siehe das Lichtbrechungsproblem.
Auch mit Local-Dimming Direkt-LED kann man sehr schlank bauen, schlanker als bei der aktuellen LUXIA-Serie. Man benötigt einfach nur noch mehr Dioden und muss den Streuwinkel auf die flache Gehäusetiefe anpassen (LG macht das mit einer überzogenen Silikonschicht auf den LEDs). Die Anzahl der LED´s ist weniger das Problem (gerade weil z.B. Hersteller wie Sharp und Samsung auf Eigenentwicklung setzen und an der Quelle sitzen), sondern die Local-Dimming-Steuerung der ganzen Dioden kostet viel Entwicklungsgeld.
Edge-LED ist also nicht grundsätzlich billiger als Direkt LED, auch mit Local-Dimming.
In dem Video erkennt man, dass Samsung z.B. ein sehr enges Raster genutzt hat. Da wird sich auch bei Edge-LED die Spreu vom Weizen trennen.
Ich konnte das mit den Kippspiegeln auch nicht glauben und hatte im B-Serien-Thread auch entsprechend bei "DH" nachgefragt, weil ich es ebenfalls für sehr kompliziert hielt und auch noch halte. Die Diskussion müsste auf den ersten 10 Seiten des Threads stehen.