Für Nur-Blu-ray/TV-Schauer mag das vielleicht darauf hinauslaufen, aber man kann ja heutzutage mit einem Display viel mehr anfangen.
Die Farbe Gelb ist bei LCD´s oft sehr heikel, denn die meisten LCD´s neigen zu einem Blauüberschuss durch das Backlight. Ähnlich wie die RGB-LED´s könnte also das gelbe Pixel für eine reinere Weißmischung sorgen und dem entgegenwirken. Fotografen und Photoshop/Digital-Designer werden sicherlich gespannt sein, denn die nutzen weitere Farbräume als den doch limitierende Kino-/TV-Standard. RGB-LED-TFT-Displays sind da bisher ein digitaler Maßstab, aber eben auch sehr teuer. Die RGBY-Variante verspricht Ähnliches bei geringeren Kosten und noch genauerer Farbkontrolle. Zudem wird es Zeit dass Leute wie Cameron nun endlich auch im Kinofilm die Forderungen nach größeren Farbräumen und mehr Bildern/s gegenüber den "Traditionalisten" durchsetzen. Stilllife-Profis sind diesen Leuten in der Auswahl an kreativen Tools um Welten vorraus. Auch Videospiele sind nicht an die Limitierungen im TV/Kino gebunden.
Die aktuellen Displays werden immer mehr zur Multimediazentrale. Darüber wird nicht nur TV geschaut, sondern auch gesurft, gestreamt gezockt, eigene Fotos und Filme geschaut, teilweise gearbeitet usw. Die "Twitter-Generation" lässt grüßen. Weiterentwicklungen sind da absolut notwendig und eine Beschränkungen auf veraltete TV-Standards und Spezialisierung auf eine Nische der "Kinofilm-Enthusiasten" die m.E. doch eigentlich mit Projektoren (auch da wird sich in nächster Zeit einiges tun Dank LED-Backlight und 3D) viel besser besetzt ist, langfristig nicht erfolgsversprechend. 4K-Auflösung (4x 1080p-Programme gleichzeitig z.B. Internet, Spielen, Fußball und Serie oder Fensteraufteilung für CAD/Bildbearbeitungsanwendungen...) und erweiterte Farbräume werden also langfristig an Bedeutung gewinnen. Sony hat ja auch schon gesagt, dass man auch über eine Einführung eines Blu-ray-Standards mit erweiterter Farbauflösung nachdenkt. Bisher scheitert das eben nur an diesen "Traditionalisten" die an veralteten Standards von über 50 Jahren noch festhalten. Hoffentlich kommt im Zuge des 3D-Booms nun endlich mehr Schwung in die Thematik. "AVATAR 2" könnte ja laut Cameron schon mit ruckelfreien 48 Bildern/s gedreht werden...
Dem stimme ich grösstenteils zu, ich bin auch alles andere als ein Tradionalist in diesen Dingen.
Im Gegenteil, ich hätte mit 48 Bilder/s schon für die 3D Blu-ray gewünscht und eine Erweiterung des Farbraums stehe ich auch positiv gegenüber.
Nur halte ich Sharps Quadpixel Technologie im Flat-TV Bereich zum jetzigen Zeitpunkt für sinnfrei.
Wirklich Sinn macht soetwas eigentlich erst, wenn sich die Unterhaltungsindustrie auf einen neuen Standard geeinigt hat.
Solange man dem User nicht für einen erweiterten Farbraum angepasstes Quellmaterial ermöglicht, sehe ich das skeptisch.
Für sinnvoll halte ich das, wenn man es so angeht wie bei 3D, man einigt sich auf einen Standard und dann kommen passende Produkte auf den Markt, aber nicht umgekehrt.
Ich sehe da auch nicht die Korrelation zwischen Internetanbindung, Multimediaanwendungen und RGBY, ersteres bringt den Käufern ja auch direkten Nutzen, bei RGBY sehe ich das halt derzeit nicht.
Das eine hat mit dem anderen für mich nichts zu tun.
Der Trend zur Multimedia und mehr Interaktivität im Flat-TV Bereich ist ja absolut zu begrüssen, eine wesentliche Prämisse wird eine möglichst naturgetreue, unverfälschte, akkurate Reproduktion aber immer sein müssen, ansonsten schiesst man langfristig meines Erachtens am Ziel vorbei.
Die Bremse für neue Entwicklungen sehe ich da auch nicht auf Seiten des Konsumenten, sondern auf Seiten der Film und Unterhaltungsindustrie, echte Schnitte geht man vorallem auch aus Kostengründen nicht an.
Mit dem 3D Blu-ray Standard wäre sicherlich mehr möglich gewesen, aber aus Kostengründen und im Sinne der Kompatibilität geht man da halt kleine Schritte.
Eine Verabschiedung von 24p, aber auch ein neuer Blu-ray Standard im Bezug auf den Farbraum bedeutet halt auch massive Kosten bei der Umstellung der ganzen Produktionskette, wie auch Einschnitte in der Kompatibilität mit bestehenden Lösungen.