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Autor Thema: Erfahrungungsbericht LG 42LH5000 mit 200Hz  (Gelesen 5349 mal)


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Erfahrungungsbericht LG 42LH5000 mit 200Hz
« am: 16, Juni 2009, 10:09:45 »
Diskussionen/Anregungen zu unseren Erfahrungsberichten mit den Testgeräten nur im entsprechenden LH5000-Thread erwünscht!
http://www.hdtv-space-forum.de/lg_electronics/lg_lh50005020serie_mit_200hz_isf_usb_20_und_divxhd-t3370.0.html

LG 42LH5000 erste Eindrücke

Mein Testgerät ist gestern eingetroffen und hier mal die ersten Eindrücke zum aktuell günstigsten 200Hz-LCD von LG. Ein ausführlicherer Bericht erfolgt später, wenn ich mich noch näher mit dem Gerät vertraut machen konnte.
Der Karton ist recht schmal, da der Standfuß nicht vormontiert ist. Bei der Aufstellung benötigt man also einen Helfer. Zuerst haben wir das Gerät samt Standfuß auf mein Board gesetzt um einen ersten Direktvergleich zum Samsung M51 ziehen zu können (mit Hilfe von DVB-T). Da ich den LG aber mit allen möglichen mir verfügbaren Quellen durchtesten will, wurde er dann später mit M6-Schrauben (nicht die vom LG, sondern die die bei der WH mitgeliefert wurden) an die WH und den vorherigen Platz meines Samsung M51 angebracht. Der M51 wanderte ins Schlafzimmer und meiner Freundin gefiehl es gleich, nun ein viel größeres Bild als die 21" Röhre im  SZ zu besitzen. Also damit braucht es im SZ auch keinen TV mehr unter 40". So schnell ändern sich die (weiblichen) Meinungen...

Haptik/Design

Halt Klavierlack. Ich mag es nicht (Fingerabdrücke, Staub, Kratzer) und hoffe dass die Hersteller bald auf wertigere und andere Konzepte umschwenken. LG hat dem Design noch versucht eine besondere Note durch die Plexiglasumrandung zu geben. Diese bildet im Bereich der Standbyleuchte (Rot = Aus/Blau = TV ein) eine Tropfenform/Lippe aus. Übrigens die Leiste ist nicht wie auf dem Produktfoto zum LH5000 blau, sondern wie beim Saturn gesehenen LH4900 transparent. Im Querschnitt bzw. in der Draufansicht schaut es so aus, als ob die Plexiglasleiste einen Spalt zwischen Klavierlackfrontrahmen und Rückseite ausbilden soll. Zusätzlich gibt es im unteren Rahmenbereich noch eine silberne Kante. Insgesamt soll der TV dadurch eleganter wirken und sich etwas von der Masse abheben. Der Rahmen ist auch leicht gewölbt, also nicht plan. Erinnert von der Form ein wenig an den Samsung A656. Dellen im Klavierlackplastikrahmen (an Befestigungspunkten) sind auch beim LG sichtbar. Meiner hat gar einen Kratzer an der oberen Plexiglaszwischenleiste. Zudem könnte ich mir vorstellen dass sich zwischen Frontrahmen und der oberen Plexiglaszwischenleiste aufgrund des großen Spaltmaß (der Frontrahmen bildet eine hochgezogene Kante) mit der Zeit Staub festsetzen könnte.
Also das Material ist halt Kunsstoff und wirkt nicht besonders hochwertig. In der Preisklasse aber klassenüblich. Die Konkurrenz macht es nicht wirklich besser.
Die FB ist leider auch kein wirkliches Designerstück und zudem fehlt eine Tastenbeleuchtung.

Menü/Einstellungen/Anschlüsse

Man kann den TV auch ohne FB von der rechten Gehäuseseite bedienen (Power, Lautstärke, Programmwahl, Input, Menü).
Erster Eindruck zum Menü; - Ganz schick aufgebaut, viele Einstellungen, - viele aber m.E. auch mehr Spielerei der üblichen "Bildelektronikverschlimmbesserer", bei denen ich noch das Handbuch lesen muss, was genau bewirkt wird. Bis auf "Tint" fehlen mir bis jetzt noch genauere Abgleiche für die Farbtemperatur um Farbstiche abzugleichen. Dachte es wäre ein genauer IPS-Abgleich möglich? Farben wirken so aber ganz ok, evtl. leichter Grünstich. Mit Teint im R-Bereich +8 konnte ich den Grünstich in Gesichtern der Fußballer bei der U21-EM etwas entgegenkommen. In einem späteren Fazit dazu dann mal mehr. Muss mich da noch etwas mehr mit den TV-Einstellungen beschäftigen.
4x HDMI und 1x USB 2.0 sind klassenüblich. Zudem habe ich noch einen seitlichen PCMCIA-Slot entdeckt. Evtl. ist der für DVB-C nutzbar? Neuentdeckt haben die Hersteller wohl nun auch den klassischen Netzschalter. PiP und Bild an Text gibt es wohl wie beim Samsung M51 nicht...
EDIT: Habe den Expertmodus mit den ISF-Tools entdeckt! Hier kann man dann wirklich ein komplettes Farbmangement vornehmen. Das ist wirklich klasse und umfangreich! Farbstiche sollte man damit sehr gut kompensieren können!

Bild, erste Eindrücke

200Hz

Habe das Gefühl, dass es noch nicht recht ausgereift ist. Man kann nur Hoch, Tief und Aus einstellen. Samsung ist da flexibler und ich habe auch die 100Hz des A9 besser in Erinnerung. Selbst auf Niedrig gibt es ab und an leichte Nachzieher (Artefakte um bewegende Objektkanten) und Ruckler (Blu-ray "Planet-Erde"). "Soap-Effekt" ist selbst bei Analog TV und Einstellung "Tief" deutlich erkennbar. Evtl. gibt es da noch ein Update?

SW und Kontrast

Gegenüber meinem PVA-Panel Samsung LE40M51 kann sich der LG nicht wirklich absetzen. Der LG nutzt ein IPS oder S-IPS-Panel neuester Generation zudem ist die Kontrastfilterscheibe weniger entspiegelt. Richtig matt ist das Panel also nicht, aber auch kein richtiges Glossy wie bei Samsung.
Trotzdem bei heruntergelassenen Rollläden und Schwarzbild, ist der Unetrschied zum M51 nicht wirklich groß. Vielleicht einen kleinen Hauch dunkler. Habe das Gerät noch nicht optimal eingestellt, aber viel Potential sehe ich da jetzt nicht. Auch die Kontrastleistung ist ähnlich, der LG auch hier evtl. einen Tick besser, aber wenn man bedenkt dass zwischen beiden Geräten 4 Jahre Entwicklungszeit liegen, ist das nicht wirklich ein riesiger Fortschritt. Also PVA/S-PVA-Panelbesitzer sollte man also lieber bei dieser Panelart als Neukauf bleiben oder zu LD-LED wechseln. Mit IPS wird man auch bei älteren Geräten wohl keinen großen Fortschritt in SW und Kontrast erzielen. Mein M51 hat etwa einen SW von 0,17cd/m², was damals vergleichbar mit den Pioneer-Plasmas der 5./6.-Generation war. Der native Kontrast lag da bei so 700-800:1, was für die damaligen Verhältnisse ein Spitzenwert im LCD-Bereich war und auch den Anfangspunkt markierte, als so langsam die LCD-TV´s auch immer kontraststärker wurden und zu den Plasmas aufholten. Die Pio-Plasmas (5./6.-Generation) lagen da bei so um die 1000:1.  Den LG schätze ich da ähnlich ein. Also so um die 1200:1 Kontrast und immerhin deutlich besser als der zuvor von mir getestete IPS-Alpha-LCD-TV von Panasonic.
Der LG hat zwar auch Kontrastverstärkende elektronische Helferlein, die aber wie bei meinem Samsung eher Negatives als Positives bewirken (Absaufen von Details, Farbverfälschungen).

SD-TV

Schlechter als bei meinem M51. Also das Deinterlacing scheint nicht wirklich gut zu sein. Habe mir vor kurzem, zur Aufnahme von Dokus/Fußball im ÖR, Play-TV für die PS3 geholt. Ist ein DVB-T-Tuner und die PS3 wird zum Festplattenrecorder. Noch auf 1080i wie beim Samsung (der kann keine 1080p) eingestellt, klar schlechteres Bild. Auch analog TV deutlich matschiger und grießliger. Gestern sah man beim Fußballspiel (U21-EM) starke Treppcheneffekte bei den Linienmarkierungen. Kann mir nicht wirklich vorstellen, dass das nur an der höheren FHD-Auflösung liegt. Immerhin liegen da 4 Jahre Entwicklungszeit dazwischen. Die Bildelektronik sollte heute eigentlich deutlich besser sein als damals. Mein M51 macht bei DVB-T und Analog-TV das gefälligere und saubere Bild. Auch das Scaling gehört evtl. nicht zu den Stärken des LG. Das einmal ein Plasmabesitzer bei mir den M51 für sein sehr gutes TV-Bild gelobt hat, kann ich nun voll nachvollziehen. Beim LG könnte es auch überall Defizite gegenüber Konkurrenzprodukten bei nicht nativen Material geben, also auch bei 720p und 1080i.

Blu-ray, zugespielte Progressivsignale in 1080p, PS3-Einsatz

Sobald der LG aber vorskaliertes Material bekommt, welches auch noch progressiv vorliegt, kann er glänzen. Hier sehe ich deutlich den Vorteil von FHD zu meiner nur HD-Ready-Auflösung. Spiele wie "Fight-Night" wirken plastischer, feiner aufgelöst und habe ich auch das Gefühl das Kantenflimmern der PS3 ist bei 1080p deutlich gemildert. Der HD-Trailer "Narnia - Prince Caspian" schaut auch blendend aus. Auch die 200Hz wirken auf den ersten Blick effektiver und arbeiten fehlerfreier als bei Normal-TV. Einen genaueren Abgleich zwischen Bewegungsglättung und Ruckelbeseitigung wäre wünschenswert. Wenn der Deinterlacer und das Scaling schon Fehler erzeugen, werden diese bei zusätzlicher Zwischenbildberechnung auch zunehmen. Scaling und Deinterlacing fallen bei nativer HD-Wiedergabe weg und das kommt der 200Hz-Zwischenbildberechnung auch sichtbar zu Gute.
Als günstiger Zocker-FHD-TV könnte der LG evtl. durchaus eine Empfehlung sein. Einen Lag gegenüber meinem M51 habe ich bisher auch noch nicht bemerkt.
DVB-T über PlayTV und in 1080p von der PS3 schaut nun richtig klasse aus. Ein Plasma stellt dass dann m.E. auch nicht mehr sauberer dar. Leider ist die PS3 ein großer Stromfresser, sonst wäre die Kombination wirklich eine sehr günstige und empfehlenswerte Lösung um SD-TV in hoher Bildqualität zu schauen.

Soviel erst einmal zu den ersten Eindrücken. Mehr dann, wenn sich das Gerät eine Weile in der Alltagspraxis beweisen konnte und ich mich mit den Einstellungen näher vertraut gemacht habe.
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Re: Erfahrungungsbericht LG 42LH5000 mit 200Hz
« Antwort #1 am: 13, August 2009, 12:06:45 »
Ich schreibe mehrere Teile mit ausführlichen Bildern zum LH5000.

Hier ist der erste Teil des LG 42LH5000 bei mir im Dauereinsatz:

http://www.marcush.de/2009/08/11/test-lg-42lh5000-lcd-tv-mit-usb-und-200-hz-trumotion-teil-1/


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Re: Erfahrungungsbericht LG 42LH5000 mit 200Hz - HAPTIK/DESIGN
« Antwort #2 am: 09, November 2009, 20:26:41 »
Leider war meine SLR-Kamera defekt und ich musste auf eine Kompaktkamera ausweichen. Also die Bilder (um sie zu sehen, bitte einloggen) sind nicht die besten, aber ich will sie euch nicht vorenthalten.
Der TV hat nun ein neues Zuhause bei meiner Nichte und ihrem Freund gefunden und wie erwartet sind diese absolut zufrieden damit.

Nun mal noch mein endgültiges Fazit nach dem langen Alltagstest zum TV. Im Großen und Ganzen ändert sich nichts an den bisher geäußerten Eindrücken.

DESIGN/HAPTIK

Preisklassenbezogen übliches schwarzes Klavierlackplastik. Persönlich mag viel lieber Alu (Sony ZX1, Toshiba CELL-LED-LCD z.B.) oder das edlere One-Sheet-Of-Edge-Design der LG SL-Serie. Man hat sich auch an glänzenden schwarzen Plastik-TV´s sattgesehen. Zudem kämpft auch der LG im Alltag mit den üblichen Problemen wie Fingerabdrücke, Staub und hohe Empfindlichkeit gegenüber Kratzern (selbst nur beim Staubwischen mit dem Microfasertuch). Dazu die in der Preisklasse üblichen Verarbeitungsmängel wie sichtbare Dellen bei den Befestigungspunkten des Rahmens und nicht ganz sauberer Kanteneinpassung.
Leider ist das aber auch bei viel teureren LCD-TV´s anderer Hersteller in Klavierlackplastik immer wieder zu sehen.
Um das Design ihrer TV´s etwas von der Masse zu abzuheben fährt LG aktuell bei vielen ihrer TV´s so eine Art "Tropfendesign" im unteren Randabschluss des Rahmens der sich aus einem umlaufenden Plexiglasrahmen herausbildet. Ganz extrem mit geschwungener und leichter V-Form beim LH9000 zu sehen. Der LH kommt da etwas konservativer daher, aber besitzt ebenfallls die Statusbeleuchtung im Tropfendesign. Beim Einschalten bzw. beim "Hochfahren" - denn der LG braucht ein paar Sekunden bis er aus dem Schlaf erwacht,  blinkt diese Blau auf, beim "Herunterfahren" leuchtet sie rot.
Im Ganzen erinnert mich der LG aber optisch ein wenig an den Samsung A656. Auch der spiegelnde Rahmen ist ähnlich gewölbt.
An der Seite befinden sich die wichtigsten Tasten für die Senderwahl, Lautstärke, Menü, Signalquelle und eine Bestätigungstaste, so dass sich der TV prinzipiell auch ohne FB steuern lässt. An der Unterseite gibt es den in Zeiten steigender Energiepreise wiederentdeckten Netzschalter. Leider wirkt gerade im Bereich des Tastenfelds die Haptik nicht sonderlich wertig. Bei dem Preis, musste man aber wohl auch irgendwo sparen und die preisklassenbezogene Konkurrenz macht es ehrlich gesgat da auch nicht wirklich besser.

Das Panel würde ich als Semiglossy bezeichnen. Richtig matt ist es nicht, das erkennt man auch gut im Vergleich zu meinem alten M51 mit wirklich mattem Panel. Zu den wie bei den aktuellen Samsungs oder der LG SL-Serie eingesetzten Glossy-Panels ist es aber noch ein großer Unterschied, trotzdem hat man das Gefühl dass die Farben und Bildtiefe auch von dem Semiglossy-Panel im alltäglichen Betrieb etwas satter herüberkommen, als bei einem ganz mattem Panel. Persönlich bin trotzdem mehr ein Fan von den spiegelnden Panels. Irgendwie bringt es subjektiv mehr "Pop" wie die US-Amerikaner immer sagen.

Das Fernbedienungsdesign ist übersichtlich, aber auch nicht wirklich schön und wertig gefertigt. Leider fehlt eine Tastenbeleuchtung und die Optik im "geriffelten" Lederlook wirkt etwas altmodisch. LG hat bei den LED-Serien eine andere FB mit Tastenbeleuchtung, leider setzt man da aber auch auf alltagsuntaugliches und auch nicht wirklich hochwertig wirkendes Klavierlackplastik. Hier sollten die Hersteller doch so langsam einmal einen Blick in die eigenen Handyabteilungen riskieren und sich einige Anregungen von den Touch-Sreens und oder schlanken Designs der beleuchteten Tasten der Mobiltelefon einholen. Viele Fernbedienungen sind bei den aktuellen TV´s einfach nicht mehr zeitgemäß gestaltet. Der hauseigene LHX/LH9500 zeigt z.B. wie man es deutlich besser macht. Klar der LH5000 ist kein teures Premiumodell wie der LH9500, aber trotzdem ist Zeitgemäßigeres möglich, erst Recht wenn man bedenkt, dass man eine FB gleich für mehrere TV-Serien nutzen kann und jedes Billighandy schon über ein beleuchtetes Tastenfeld verfügt. Hier wird definitiv immer am falschen Ende gespart. Gerade zur dunklen Jahreszeit wie heute wäre ein bleuchtetes Tastenfeld sinnvoll. LED und 100Hz sind ja nun auch bald Standard, warum nicht auch endlich ein beleuchtetes Tastenfeld bei den Fernbedienungen jeglicher AV-Elektronik, das sich auch im Endpreis nicht wirklich bemerkbar machen sollte?

Mittlerweile ebenfalls öfters zu sehen, die grüne ECO-Direktwahltaste die den TV in eine stromsparenden Bildmodus versetzt. Vermisst habe ich die PiP- und Bild-An-Text-Funktionstaste. Liegt aber daran, dass das diese Funktion beim LH5000 ohnehin fehlt.
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Re: Erfahrungungsbericht LG 42LH5000 mit 200Hz - AUSSTATTUNG/MENÜ
« Antwort #3 am: 09, November 2009, 21:19:25 »
AUSSTATTUNG/MENÜ

Der TV gewinnt optisch keinen Schönheitspreis, aber dafür überzeugt die Menüführung und -gestaltung. Die ist tadelos und wenn man nur die Menüs sehen würde, denkt man eher an einen Premium-TV als an eine günstige Massenware! Große Symbole und klare Schriften erleichtern die Verständlichkeit. Die transparenten Menüfenster wirken edel und durchdacht. Das schnelle in Kreisform gestaltete "Quickmenü" lässt eine schnelle Direktwahl zu, ohne sich in verschachtelten Untermenüs zu verlieren. In der Preisklasse eher unüblich, die ISF-Tools im Expertmodus, der es den Nutzer erlaubt den TV auf D65-Norm zu kalibrieren. Für Einsteiger sicherlich zu viel, aber für die Profis eine tolle Spielwiese und zu dem Preis sicherlich nicht selbstverständlich. Absolut topp was LG da anbietet. Das geht kaum besser.
Neben den mittlerweile üblichen 4 HDMI-Anschlüssen sind noch der CI-Slot für DVB-C und der USB-Anschluss erwähnenswert. Mangels digitalen Kabelvertrag konnte ich DVB-C nicht austesten, habe aber mal den USB-Slot mit MP3´s und JPEG´s gefüttert. Leider hatte ich nicht mehr viel Zeit zum Ausprobieren, da ich es erst kurz vor Abgabe des TV´s ausprobierte. Die JPEG-Funktion hat mich aber überzeugt, funktioniert auch mit 14MP-Fotodateien problemlos. Eine automatische Diashow ist so auch möglich. Die Ordnerstruktur wird ebenfalls übersichtlich aufgezeigt.
Der Sinn MP3´s über den TV abzuspielen erschließt sich mir eher weniger, am sinnvollsten noch als Begleitung zur Diashow was mir am Ende gar richtig gut gefiehl, zum reinen Musikhören hingegen dann doch lieber über die Anlage und ohne Zwischenweg über den TV. Klingt auch deutlich besser als über die kompromissbehafteten Lautsprecher eines Flachbild-TV´s.
DivX, MKV, AVI und andere Videodateien habe ich nicht getestet, da ich selbst diese Formate auch nicht nutze und ohenhin selbst so gut wie nichts aufnehme oder Filme auf Festplatte sammle. Die über die PS3 mit PlayTV aufgenommenen DVB-T-Sendungen liesen sich aber vom USB-Stick nicht abspielen.

Ebenfalls klasse fand ich die Schnelltaste für die Senderliste, die mein M51 z.B. nicht hat. So muss man sich nicht durch ganzen Sender zappen, wenn man mal einen bestimmten Sender sucht und die Nummer gerade nicht weiß. Zudem dauert das normale Zappen beim LG ohnehin recht lang. Ca. 2 Sekunden lässt er sich während des Programmwechsels Zeit.
Ebenfalls sinnvoll, der LG merkt sich im Betrieb auch bis zu 5 der letzten geschauten Sendeplätze. Hier kann man dann auf Knopfdruck schnell auf die letzten Favoriten zurückgreifen, wenn man z.B. gerade in der Werbepause zwischen Serie, Fußball und Doku zappt. Mein M51 zeigt da nur über die Pre-Channel-Taste das vorletzte TV-Programm an.

Vermisst habe ich aber die PiP- und Bild-An-Text-Funktion. Nicht als teure Premiumlösung über Doppeltuner, sondern die Möglichkeit zum laufenden TV-Programm eine weitere externe Quelle zuzuschalten (z.B. über HDMI). Ich spiele öfters nebenbei PS3 im PiP-Modus oder surfe im Netz, während die Freundin irgendwelche Serien schaut oder ich nebenbei eine Sport-/Nachrichtensendung verfolge. Auch finde ich es angenehmer den Videotext nicht im verzerrten 16:9-Format lesen zu müssen, auch schätze ich die Flexibilität bei der kurzen Inputsuche über den Videotext nebenbei noch das TV-Programm verfolgen zu können.
Warum LG das nicht anbietet kann ich nicht wirklich nachvollziehen. Für mich sind das übliche Komfortstandards die andere Hersteller auch in der Einstiegsklasse schon seit Jahren anbieten.
Hier sollte LG definitiv nachbessern.
Bis auf PiP und PaT ist der LG aber sonst preisklassenbezogen topp ausgestattet. Zudem gehört er zu den günstigsten 200Hz LCD´s, wenn er nicht gar der günstigste 200hz-LCD ist. Zu 200Hz dann aber Mehr in den Bildeindrücken.
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Re: Erfahrungungsbericht LG 42LH5000 mit 200Hz - AUSSTATTUNG/MENÜ
« Antwort #4 am: 09, November 2009, 21:25:35 »
Mehr Eindrücke vom Menü, Mediafunktionen, Quick-Menü, Senderliste, "Pre-Channel-Funktion":
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Re: Erfahrungungsbericht LG 42LH5000 mit 200Hz
« Antwort #5 am: 09, November 2009, 21:54:01 »
Tolle Fotos und sehr interessanter Bericht, Marcel.  :bravo:

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Re: Erfahrungungsbericht LG 42LH5000 mit 200Hz - BILDEINDRÜCKE
« Antwort #6 am: 29, November 2009, 11:32:35 »
BILDEINDRÜCKE

200Hz MCFI

LG führt ja beim LH5000 erstmals die 200Hz ein. Ich habe meine Eindrücke dazu schon im seperaten LH5000/4900-Thread gepostet. LG bietet 2 Regelungsstufen an; "Hoch" und "Tief" (etwas unglückliche Bezeichnung wohl begründet durch die engl. Bezeichnung "Low"). Der Eindruck ist bei allen beiden Stufen zwiespältig.
Bei SD-Signalen treten ab und zu störende Artefakte an sich schneller bewegenden Kanten auf. Seltsamerweise nicht bei jedem Material deutlich sichtbar, hängt aber auch mit der ausgestrahlten Qualität zusammen. Richtig störend sichtbar war es bei älteren amerikanischen Sitcoms wie King Of Queens und "Two And A Half Men". Obwoh Sitcoms und Seifenopern ja eigentlich Namensgeber für den "Videolook" sind wirkte z.B. "King Of Queens" noch "soapiger" (Weiß jetzt aber nicht ob die Serie ursprünglich evtl. in 24p gedreht wird und es deswegen stärker sichtbar war).
Bei auf 1080p hochskaliertem SD-Material und Blu-ray arbeitete MCFI zuverlässiger und Artefkate traten kaum noch störend auf.
Mit den HD-Trailern auf der PS3 ist mir und einem Kollegen auch noch eine Besonderheit der zwei Stufen aufgefallen. M.E. war der Sopalook bei "Tief" stärker ausgeprägt - die Bewegungen wirkten künstlicher als bei "Hoch". Der "Narnia"-Trailer zeigt den Unterschied deutlich. Irgendwie wirkte es auf "Hoch" so, als liefen die Zwischensquenzen und Ausblendungen schneller ab. Also die Schnittpausen mit den Schrifteinblendungen waren kürzer. Die Bewegungen wirkten flüssig und sauber aber ohne wie bei "Tief" "künstlich"/"soapig" zu wirken. Bei "Tief" hatte man eher den Eindruck man schaut animierten Motion-Capturing-Figuren zu.
Ich selbst könnte mit der Einstellung "Hoch" auch bei Blu-ray-Filmen leben. Die Bewegungsschärfe profitiert definitiv von den 200Hz und die Bilder wirkten auch greifbarer. Bei Dokus und Animationen und einigen Effekfilmen durchaus verwendbar.
Bei Vidoeopsielen empfand ich den Unterschied ob mit oder ohne 200Hz weniger sichtbar. Bei FIFA 09 traten zudem in den Tor-Wiederholungen unangenehme Bildfehler auf. Der Ball verdoppelte sich und der Ball "zuckelte" regelrecht ins Tor. Ein sauberer Schuss war dass dann nicht mehr. Es war auch egal ob Hoch oder Tief, erst bei abgeschalteten 200Hz verschwand der Effekt.


BILD SD/HD, GAMING

Mir fehlte der Direktvergleich zu einem anderen 1080p-LCD, aber im Direktvergleich zu meinem M51 HD-Ready-LCD musste der LG klar Federn lassen. Der alte Samsung (technischer Standard vor 4 Jahren) machte das sauberer rundere SD-Bild (obwohl auch nicht perfekt beim Scaling und Deinterlacing). Es ist aber erstaunlich wie schnell man sich an ein Bild gewöhnt, wenn einem der Direktvergleich fehlt. Nach ein paar Wochen ohne den Samsung hatte man sich schon an den LG gewöhnt und empfand das Bild als nicht mehr so schlecht. Der Bewegungsablauf wirkte beim LG aber etwas schärfer. Die Farben sind beim LG ohnehin dank den ISF-Menü recht gut regelbar.  Im ersten Direktvergleich nach der LG-Lieferung wirkte es aber so als hätte der LG einen leichten Grünstich der Samsung einen leichten Rotstich. Für das Bild nutzte ich beim LG dann in leicht abgeänderter Form die Einstellungen von CNET und empfand die mit Filmmaterial recht ansprechend.
Im Alttaggebrauich ist das Bild ausreichend kontraststark auch im Direktvergleich zum Samsung wirkte das Bild im abendlicheren Umfeld leicht knackiger, aber der Unterschied war nicht riesig. Der Schwarzwertundterschied ist erschreckend gering, dafür dass der LG deutlich jünger ist. Wem der sehr wichtig ist sollte bei LCD auf VA-Panels setzen. Ich empfand es als nicht so schlimm, weil ich aktuell zu hause eh nichts besseres gewohnt bin, weiß aber doch, dass es mittlerweile deutlich besser geht. Man braucht sich nur die gemessenen Werte aus diversen Testberichten hernehmen. Da lage ich mit meiner ersten Schätzung von einem Kontrastverhältnis von ca. 1200:1 gar nicht verkehrt. Die ermittelten Testwerte  (aus der AV z.B.) der aktuellen LG-LCD´s liegen in dieser Region. Die S-PVA-Panels erreichen mittlerweile Werte um die 3000:1, auch mit nur CCFL-BL ...
Für einen weniger Technikbegeisterten halte ich aber den Kontrast des LG´s durchaus für ausreichend, da ihnen erstens der Direktvergleich fehlt und zweitens man auch am Abend aus gesundheitlichen Gründen weniger im vollkommen abgedunkelter Umgebung schaut. Das ist dann doch eher der klassische Einsatz eines Frontprojektors auf Leinwand mit deutlich mehr Bilddiagonale. Durch indirekte Beleuchtung á la "Ambilight" hinter dem TV wird das SW/Kontrastproblem auch deutlich gemildert. S-PVA-LCD´s, ganz zu schweigen von Local-Dimming-Geräten sind da immernoch besser, aber der subjektive Kontrasteindruck lässt sich doch recht einfach beeinflussen.
Kritik muss sich LG aber trotzdem gefalllen lassen, dass man es nach den Jahren noch nicht schafft im nativen Kontrast sich deutlich von einem 4 Jahre alten PVA-Panel abzusetzen. Erst mit Local-Dimming-LED-Backlight kann LG da nun endlich mithalten.

Bei HD bleibt der gute Farbeidnruck bestehen, auch der Kontrast und SW bleibt objektiv gleich aber subjektiv wirkt es noch besser, weil eben auch die Bildschärfe zunimmt, was den Gesamtbildeindruck zu Gute kommt. Mit hochskaliertem SD-Material (DVD und DVB-T über Play-TV - PS3) und Blu-ray zeigte sich auf der einen Seite, dass interner Deinterlacer und Scaler nicht so sauber arbeiten wie der der PS3, auf der anderen Seite setzte sich der LG dank Full-HD-Panel nun klar vom Samsung ab. Das Bild wirkte schärfer, plastischer, einfach beeindruckender (z.B. King-Kong-Blu-ray). Auch die Videospiele der PS3 wirkten klar feiner aufgelöst (der 1080p-Scaler der PS3 scheint wirklich 1A zu sein) und sauberer. Das Kantenflimmern war auf dem LG nicht so stark ausgeprägt wie auf dem Samsung, der durch sein 1366x768-Pixel-Panel in keiner Form nativ ansteuerbar ist und damit der Scaler oder Deinterlacer immer mitarbeiten muss. Wenn man den LG mit nativen Signalen füttert, kann er klar punkten. Zudem eignet sich der LG dank seinem niedrigen Inputlag klar für Gamer - die nicht unbedingt in einem gesundheitsschädlichen dunklem Loch sitzen wollen um dunkle Ego-Shooter zu zocken.
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Re: Erfahrungungsbericht LG 42LH5000 mit 200Hz - FAZIT/BEWERTUNG
« Antwort #7 am: 29, November 2009, 12:44:03 »
Das neue Bewertungssystem werde ich in einem seperaten Thread noch einmal genauer erläutern. Bitte beachtet die TV´s werden zu Referenzgeräten beurteilt und unabhängig vom Preis (das gilt auch für die Optik)!

BEWERTUNG

DESIGN/HAPTIK 1/5
einfachstes Klavierlackplastik, billig wirkende FB und Verarbeitungsmängel

BEDIENUNG/MENÜ 7,5/10              
ISF-Kalibrierung möglich und schicke klar strukturierte umfangreiche Menüs,
niedriger Inputlag, lange Umschaltzeiten, kein Bild an Text,
keine beleuchtete FB

AUSSTATTUNG 6/10
günstigster 200Hz-CCFL-LCD + USB mit DivXHD und ISF, aber kein LED,
kein LD, kein LAN, kein DVB-S, kein PiP, kein HDD-Recording o.Ä.,
kein besonderes Soundsystem

PREIS/LEISTUNG 4/5
200Hz gibt es nicht günstiger, mehr Haptik leider auch nicht dafür aber
etwas bessere Bildqualität und etwas mehr Ausstattung,
Insgesamt Dank niedrigem Preis aber trotzdem noch ein Gut.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
GESAMT NEBENKATEGORIEN 18,5/30



BILD SD 5/10 x2
Pluspunkt; Dank ISF-Menüs lässt sich der LG gut auf Norm kalibrieren mit
einem natürlichen Bildeindruck, Abzüge gibt es für die nur durchschnittliche
Bildelektronik, Kontrast und SW-Schwäche im Konkurrenzvergleich

BILD HD/ NATIVE ZUSPIELUNG 7/10 x3
Der LG kann glänzen, sobald er natives - am Besten echtes HD-Material zugespielt
bekommt, die gute Farbdarstellung tut das Übrige dazu. Zwar gibt es Abzüge wegen
der Kontrast- und SW-Leistung in dunkler Umgebung, aber die erheblich zugenommene
Bildschärfe und dank LCD typische hohe Helligkeit und damit verbundener
Alltaugstauglichkeit gibt Pluspunkte

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
GESAMT BILD 31/50
________________________________________________________________________________
GESAMTWERTG KATEG LCD 2009 49,5/80
Einstiegsklasse - untere Mittelklasse
________________________________________________________________________________

FAZIT

Der LG eignet sich vorwiegend als HD-Display welches mit nativen Signalen gefüttert wird. Die Ausstattung ist klassenüblich, setzt mit 200Hz, ISF-Menüs und DivXHD-Unterstützung Besonderheiten. Der niedrige Inputlag wird Videospieler erfreuen. Für Leute mit kleinem Geldbeutel ist auch die Bildleistung ausreichend und die Preis-Leistung dank der Einstiegsklasse niedrigem Preis Gut. Insgesamt hat es der TV aber schwer sich trotz günstigen Straßenpreis mit mittlerweile ähnlich gepreisten LCD-TV´s wie die Samsung B6-Serie und Sony´s W55-Serie durchzusetzen und entscheidende Akzente zu setzen. Die genannten TV´s eignen sich in dunkler Heimkinoumgebung auch besser.
Samsung LE40M51/Sony VPL-AW15/Pioneer DV-668/Pioneer BDP-51FD/Sony BDP-S1/PS3/Pioneer PDA-V100HD/Sony SCD-XB790QS/
Kenwood KRF-8060D/ Sony SS-X70, - CNX70(Front) + KEF Q1 (SR) + Sony SS-LA500 (SB), SA-WX700 (Sub)

Offline itsapio

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Re: Erfahrungungsbericht LG 42LH5000 mit 200Hz
« Antwort #8 am: 29, November 2009, 14:25:40 »
 :bravo: celle.

Dias OSD und die Menüführung scheinen übereinzustimmen mit dem LG SL429500.
Gruß
Chris
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Offline celle

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Re: Erfahrungungsbericht LG 42LH5000 mit 200Hz
« Antwort #9 am: 30, November 2009, 20:49:51 »
Habe die Bedienung um einen halben Punkt aufgewertet. Eigentlich wäre der LG da ein Kandidat für die volle Punktzahl, denn die Menüführung, das Menüdesign samt Vielfalt an sich ist wirklich klasse. Wenn da halt nicht die relativ langen Umschaltzeiten, die fehlende Tastenbeleuchtung (nicht nachvollziehbar, dass das immer noch kein Standardfeature ist) und die fehlende BaT-Anzeige wäre. Auch PiP ist neben einem Ausstattungsmerkmal auch ein Stück Bedienungskomfort, was dem LG leider fehlt.
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