Diskussionen/Anregungen zu unseren Erfahrungsberichten mit den Testgeräten nur im entsprechenden LH5000-Thread erwünscht!http://www.hdtv-space-forum.de/lg_electronics/lg_lh50005020serie_mit_200hz_isf_usb_20_und_divxhd-t3370.0.htmlLG 42LH5000 erste EindrückeMein Testgerät ist gestern eingetroffen und hier mal die ersten Eindrücke zum aktuell günstigsten 200Hz-LCD von LG. Ein ausführlicherer Bericht erfolgt später, wenn ich mich noch näher mit dem Gerät vertraut machen konnte.
Der Karton ist recht schmal, da der Standfuß nicht vormontiert ist. Bei der Aufstellung benötigt man also einen Helfer. Zuerst haben wir das Gerät samt Standfuß auf mein Board gesetzt um einen ersten Direktvergleich zum Samsung M51 ziehen zu können (mit Hilfe von DVB-T). Da ich den LG aber mit allen möglichen mir verfügbaren Quellen durchtesten will, wurde er dann später mit M6-Schrauben (nicht die vom LG, sondern die die bei der WH mitgeliefert wurden) an die WH und den vorherigen Platz meines Samsung M51 angebracht. Der M51 wanderte ins Schlafzimmer und meiner Freundin gefiehl es gleich, nun ein viel größeres Bild als die 21" Röhre im SZ zu besitzen. Also damit braucht es im SZ auch keinen TV mehr unter 40". So schnell ändern sich die (weiblichen) Meinungen...
Haptik/DesignHalt Klavierlack. Ich mag es nicht (Fingerabdrücke, Staub, Kratzer) und hoffe dass die Hersteller bald auf wertigere und andere Konzepte umschwenken. LG hat dem Design noch versucht eine besondere Note durch die Plexiglasumrandung zu geben. Diese bildet im Bereich der Standbyleuchte (Rot = Aus/Blau = TV ein) eine Tropfenform/Lippe aus. Übrigens die Leiste ist nicht wie auf dem Produktfoto zum LH5000 blau, sondern wie beim Saturn gesehenen LH4900 transparent. Im Querschnitt bzw. in der Draufansicht schaut es so aus, als ob die Plexiglasleiste einen Spalt zwischen Klavierlackfrontrahmen und Rückseite ausbilden soll. Zusätzlich gibt es im unteren Rahmenbereich noch eine silberne Kante. Insgesamt soll der TV dadurch eleganter wirken und sich etwas von der Masse abheben. Der Rahmen ist auch leicht gewölbt, also nicht plan. Erinnert von der Form ein wenig an den Samsung A656. Dellen im Klavierlackplastikrahmen (an Befestigungspunkten) sind auch beim LG sichtbar. Meiner hat gar einen Kratzer an der oberen Plexiglaszwischenleiste. Zudem könnte ich mir vorstellen dass sich zwischen Frontrahmen und der oberen Plexiglaszwischenleiste aufgrund des großen Spaltmaß (der Frontrahmen bildet eine hochgezogene Kante) mit der Zeit Staub festsetzen könnte.
Also das Material ist halt Kunsstoff und wirkt nicht besonders hochwertig. In der Preisklasse aber klassenüblich. Die Konkurrenz macht es nicht wirklich besser.
Die FB ist leider auch kein wirkliches Designerstück und zudem fehlt eine Tastenbeleuchtung.
Menü/Einstellungen/AnschlüsseMan kann den TV auch ohne FB von der rechten Gehäuseseite bedienen (Power, Lautstärke, Programmwahl, Input, Menü).
Erster Eindruck zum Menü; - Ganz schick aufgebaut, viele Einstellungen, - viele aber m.E. auch mehr Spielerei der üblichen "Bildelektronikverschlimmbesserer", bei denen ich noch das Handbuch lesen muss, was genau bewirkt wird. Bis auf "Tint" fehlen mir bis jetzt noch genauere Abgleiche für die Farbtemperatur um Farbstiche abzugleichen. Dachte es wäre ein genauer IPS-Abgleich möglich? Farben wirken so aber ganz ok, evtl. leichter Grünstich. Mit Teint im R-Bereich +8 konnte ich den Grünstich in Gesichtern der Fußballer bei der U21-EM etwas entgegenkommen. In einem späteren Fazit dazu dann mal mehr. Muss mich da noch etwas mehr mit den TV-Einstellungen beschäftigen.
4x HDMI und 1x USB 2.0 sind klassenüblich. Zudem habe ich noch einen seitlichen PCMCIA-Slot entdeckt. Evtl. ist der für DVB-C nutzbar? Neuentdeckt haben die Hersteller wohl nun auch den klassischen Netzschalter. PiP und Bild an Text gibt es wohl wie beim Samsung M51 nicht...
EDIT: Habe den Expertmodus mit den ISF-Tools entdeckt! Hier kann man dann wirklich ein komplettes Farbmangement vornehmen. Das ist wirklich klasse und umfangreich! Farbstiche sollte man damit sehr gut kompensieren können!
Bild, erste Eindrücke200HzHabe das Gefühl, dass es noch nicht recht ausgereift ist. Man kann nur Hoch, Tief und Aus einstellen. Samsung ist da flexibler und ich habe auch die 100Hz des A9 besser in Erinnerung. Selbst auf Niedrig gibt es ab und an leichte Nachzieher (Artefakte um bewegende Objektkanten) und Ruckler (Blu-ray "Planet-Erde"). "Soap-Effekt" ist selbst bei Analog TV und Einstellung "Tief" deutlich erkennbar. Evtl. gibt es da noch ein Update?
SW und KontrastGegenüber meinem PVA-Panel Samsung LE40M51 kann sich der LG nicht wirklich absetzen. Der LG nutzt ein IPS oder S-IPS-Panel neuester Generation zudem ist die Kontrastfilterscheibe weniger entspiegelt. Richtig matt ist das Panel also nicht, aber auch kein richtiges Glossy wie bei Samsung.
Trotzdem bei heruntergelassenen Rollläden und Schwarzbild, ist der Unetrschied zum M51 nicht wirklich groß. Vielleicht einen kleinen Hauch dunkler. Habe das Gerät noch nicht optimal eingestellt, aber viel Potential sehe ich da jetzt nicht. Auch die Kontrastleistung ist ähnlich, der LG auch hier evtl. einen Tick besser, aber wenn man bedenkt dass zwischen beiden Geräten 4 Jahre Entwicklungszeit liegen, ist das nicht wirklich ein riesiger Fortschritt. Also PVA/S-PVA-Panelbesitzer sollte man also lieber bei dieser Panelart als Neukauf bleiben oder zu LD-LED wechseln. Mit IPS wird man auch bei älteren Geräten wohl keinen großen Fortschritt in SW und Kontrast erzielen. Mein M51 hat etwa einen SW von 0,17cd/m², was damals vergleichbar mit den Pioneer-Plasmas der 5./6.-Generation war. Der native Kontrast lag da bei so 700-800:1, was für die damaligen Verhältnisse ein Spitzenwert im LCD-Bereich war und auch den Anfangspunkt markierte, als so langsam die LCD-TV´s auch immer kontraststärker wurden und zu den Plasmas aufholten. Die Pio-Plasmas (5./6.-Generation) lagen da bei so um die 1000:1. Den LG schätze ich da ähnlich ein. Also so um die 1200:1 Kontrast und immerhin deutlich besser als der zuvor von mir getestete IPS-Alpha-LCD-TV von Panasonic.
Der LG hat zwar auch Kontrastverstärkende elektronische Helferlein, die aber wie bei meinem Samsung eher Negatives als Positives bewirken (Absaufen von Details, Farbverfälschungen).
SD-TVSchlechter als bei meinem M51. Also das Deinterlacing scheint nicht wirklich gut zu sein. Habe mir vor kurzem, zur Aufnahme von Dokus/Fußball im ÖR, Play-TV für die PS3 geholt. Ist ein DVB-T-Tuner und die PS3 wird zum Festplattenrecorder. Noch auf 1080i wie beim Samsung (der kann keine 1080p) eingestellt, klar schlechteres Bild. Auch analog TV deutlich matschiger und grießliger. Gestern sah man beim Fußballspiel (U21-EM) starke Treppcheneffekte bei den Linienmarkierungen. Kann mir nicht wirklich vorstellen, dass das nur an der höheren FHD-Auflösung liegt. Immerhin liegen da 4 Jahre Entwicklungszeit dazwischen. Die Bildelektronik sollte heute eigentlich deutlich besser sein als damals. Mein M51 macht bei DVB-T und Analog-TV das gefälligere und saubere Bild. Auch das Scaling gehört evtl. nicht zu den Stärken des LG. Das einmal ein Plasmabesitzer bei mir den M51 für sein sehr gutes TV-Bild gelobt hat, kann ich nun voll nachvollziehen. Beim LG könnte es auch überall Defizite gegenüber Konkurrenzprodukten bei nicht nativen Material geben, also auch bei 720p und 1080i.
Blu-ray, zugespielte Progressivsignale in 1080p, PS3-EinsatzSobald der LG aber vorskaliertes Material bekommt, welches auch noch progressiv vorliegt, kann er glänzen. Hier sehe ich deutlich den Vorteil von FHD zu meiner nur HD-Ready-Auflösung. Spiele wie "Fight-Night" wirken plastischer, feiner aufgelöst und habe ich auch das Gefühl das Kantenflimmern der PS3 ist bei 1080p deutlich gemildert. Der HD-Trailer "Narnia - Prince Caspian" schaut auch blendend aus. Auch die 200Hz wirken auf den ersten Blick effektiver und arbeiten fehlerfreier als bei Normal-TV. Einen genaueren Abgleich zwischen Bewegungsglättung und Ruckelbeseitigung wäre wünschenswert. Wenn der Deinterlacer und das Scaling schon Fehler erzeugen, werden diese bei zusätzlicher Zwischenbildberechnung auch zunehmen. Scaling und Deinterlacing fallen bei nativer HD-Wiedergabe weg und das kommt der 200Hz-Zwischenbildberechnung auch sichtbar zu Gute.
Als günstiger Zocker-FHD-TV könnte der LG evtl. durchaus eine Empfehlung sein. Einen Lag gegenüber meinem M51 habe ich bisher auch noch nicht bemerkt.
DVB-T über PlayTV und in 1080p von der PS3 schaut nun richtig klasse aus. Ein Plasma stellt dass dann m.E. auch nicht mehr sauberer dar. Leider ist die PS3 ein großer Stromfresser, sonst wäre die Kombination wirklich eine sehr günstige und empfehlenswerte Lösung um SD-TV in hoher Bildqualität zu schauen.
Soviel erst einmal zu den ersten Eindrücken. Mehr dann, wenn sich das Gerät eine Weile in der Alltagspraxis beweisen konnte und ich mich mit den Einstellungen näher vertraut gemacht habe.